Viele KI-Tools sammeln zahlreiche Daten – oft mehr, als dir lieb ist. Hier erfährst du, wie du die Datenschutz-Risiken minimierst.
Wie KI-Tools Daten sammeln – und warum das problematisch ist
KI wird immer häufiger genutzt – von einfachen Chatbots wie ChatGPT für private Zwecke bis hin zu komplexen Analyse-Tools wie SAP Analytics Cloud Artificial Intelligence in Unternehmen. Doch jede Interaktion mit einer Künstlichen Intelligenz gibt Daten preis. Diese werden verarbeitet und unter Umständen auch gespeichert und analysiert.
🔷 Die meisten KI-Tools nutzen sogenannte Machine-Learning-Modelle, die sich durch die User-Interaktionen und deren Input stetig verbessern. Doch dafür müssen sie jede Menge Daten sammeln – und das tun sie auf verschiedene Art und Weise.
🔷 Alles, was du eintippst, kann langfristig erhalten bleiben. Nicht nur das! Viele KI-Tools sammeln auch Metadaten wie Standort- und Geräteinformationen.
🔷 Zudem arbeiten einige KI-Anbieter mit Partner-Unternehmen zusammen. Deine Daten könnten also an Dritte weitergegeben oder für weitere Analysen genutzt werden.
🔷 So landen unter Umständen brisante Informationen auf zig Servern und in die Hände von Menschen und Unternehmen, die diese Geheimnisse definitiv nichts angehen.
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Einsatz von KI-Tools: Tipps zum Schutz deiner Daten
Um sicher mit KI-Anwendungen zu arbeiten, solltest du einige Dinge beachten. Das sind die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen:
Daten-Speicherung reduzieren
Viele KI-Tools bieten diverse Optionen, um die Speicherung von Chats oder Anfragen zu unterbinden. Bei ChatGPT kannst du den Datenschutz verbessern, indem du unter anderem die Funktion „Erinnerungen“ deaktivierst und den provisorischen Chat nutzt.
Keine sensiblen Daten verarbeiten
Vermeide es, Namen, Adressen, Telefonnummern oder geschäftskritische Informationen in ein KI-Tool einzugeben. Nutze stattdessen Platzhalter wie „Max Mustermann“ oder „Projekt X“.
Zudem gibt es spezielle Tools zur Anonymisierung von Daten. Dazu gehören Dienste, die Namen oder personenbezogene Informationen automatisch durch Platzhalter ersetzen.
Alternativen einsetzen
KI ist nicht gleich KI! Es gibt mittlerweile Anbieter, die besonderen Wert auf den Datenschutz legen. Die Anwendungen sind also keine „Datenkraken“, die ihre Nutzer ausspionieren. Informiere dich, welche für deine Einsatzgebiete am besten geeignet sind.
🔷 Einige KI-Lösungen aus Europa, zum Beispiel Aleph Alpha und Le Chat, sind DSGVO-konform. Auch internationale Player wie Duck.ai (der Ableger der Suchmaschine DuckDuckGo) haben sich den Datenschutz ganz groß auf die Fahne geschrieben.
🔷 Und: Statt auf Cloud-Dienste zu setzen, kannst du lokale KI-Lösungen verwenden. Open-Source-Modelle wie GPT4All oder LLaMA laufen direkt auf deinem PC, ohne Daten ins Internet zu senden. Derartige „Offline-KIs“ benötigen allerdings jede Menge lokaler Rechenpower.
Unternehmen müssen besonders aufpassen
Für Firmen gelten strengere Regeln als für Privatpersonen. Wenn eine Organisation ein oder mehrere KI-Tools nutzt, muss sie sicherstellen, dass keine sensiblen Daten verarbeitet werden, wenn keine ausdrückliche Zustimmung vorliegt. Ansonsten könnte es zu Verstößen gegen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und gegen die neue KI-Verordnung (EU AI Act) kommen.
Bei der unsachgemäßer KI-Nutzung entstehen diese Risiken für Unternehmen:
🛑 Hohe Strafzahlungen
Unternehmen müssen unter Umständen Strafzahlungen in Millionenhöhe leisten, beispielsweise bei einer DSGVO-Verletzung.
🛑 Verlust von Geschäftsgeheimnissen
Falls Mitarbeiter KI-Tools unvorsichtig nutzen, könnten sensible oder gar geheime Informationen auf fremden Servern landen und dort verarbeitet werden.
🛑 Eventueller Image-Schaden
Werden Datenschutzverstöße bekannt, führt das zu einem Vertrauensverlust bei Kunden und Geschäftspartnern. Wahrscheinlich wirkt sich so etwas negativ auf den Umsatz aus.
Fazit
Datenschutz beim Einsatz von KI ist nicht nur eine nervige Pflicht, sondern auch eine Frage der Verantwortung. Ob als Privatperson oder Unternehmen – es gibt zahlreiche Maßnahmen, um seine Informationen zu schützen. Nutze sie!
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Jürgen aka „KI Känguru“ liebt ChatGPT und andere KI-Tools. Deshalb hilft er Einsteigern gerne mit praktischen Tipps, indem er Ratgeber schreibt und Schulungen gibt. Außerdem arbeitet Jürgen als Marketing-Experte und Fachautor für Digitalisierung & Gründerbusiness.