Möchtest du, dass ChatGPT deine Daten fürs KI-Training verwendet? Nein? Dann solltest du sofort diese Einstellung anpassen!
Übersicht
Warum ChatGPT deine Daten sammelt
ChatGPT ist ein extrem leistungsfähiges KI-Tool – und es wird jeden Tag ein Stückchen besser. Damit das gelingt, muss die Künstliche Intelligenz ständig mit neuem Input gefüttert werden.
Woher kommt der Input? Unter anderem von dir. OpenAI – der Entwickler und Betreiber von ChatGPT – erklärt, dass alle Inhalte zur Verbesserung der KI-Modelle beitragen. Aber nur, wenn du dies nicht deaktivierst. Persönliche Daten sollen zwar herausgefiltert werden, ein Restrisiko bleibt jedoch.
Daher ist es empfehlenswert, das KI-Training von ChatGPT zu unterbinden. Das geht allerdings nur in speziellen Fassungen der KI-Anwendung.
In welchen Versionen du das Datentraining deaktivieren kannst
Von „Free“ über „Go“ und „Business“ bis hin zu „Plus“, „Pro“ und „Enterprise“: Mittlerweile gibt es zig Möglichkeiten, ChatGPT zu nutzen – kostenlos oder gegen Bezahlung. Hier eine schnelle Übersicht, was bei den populärsten ChatGPT-Abonnements mit deinen Daten passiert:
| Version | Datentraining deaktivierbar? | Bedeutung |
|---|---|---|
| ChatGPT Free | ❌ Nein | Deine Inhalte können für das KI-Training genutzt werden. |
| ChatGPT Plus | ✅ Ja | Deaktivierung über die Einstellungen möglich* |
| ChatGPT Business | 🚫 Standardmäßig deaktiviert | Inhalte werden nicht für Trainingszwecke verwendet |
*) Wichtig!
⚠️ Beim Plus-Abo kannst du die Datennutzung zwar unterbinden. Diese Einstellung gilt jedoch nur für zukünftige Konversationen, nicht für die vorherige Kommunikation mit ChatGPT.
⚠️ Das heißt: Bereits geteilte Daten bleiben in den Trainingsdaten. Das lässt sich nicht rückgängig machen. Somit kann jedes Versehen, bei dem beispielsweise Kundendaten bei OpenAI landen, unter Umständen als Datenschutzverstoß verstanden werden – mit vielleicht teuren Folgen!
Datentraining bei ChatGPT deaktivieren: Anleitung
Du möchtest in deiner Premium-Fassung von ChatGPT das Datentraining abschalten? Kein Problem – so einfach geht das:
➡ Klicke auf dein Profil-Icon (im Web ist das links unten)
➡ Gehe auf „Einstellungen“ (Zahnrad-Symbol)
➡ Klicke auf den Punkt „Datenkontrollen“
➡ Deaktiviere den Punkt „Das Modell für alle verbessern“

➡ Nutzt du die Android-App? Dann musst du auf das „Hamburger-Menü“ links oben klicken
➡ Klicke auf dein Profil-Symbol
➡ Scrolle runter zu „Datenkontrollen“
Warum sollte man das ChatGPT-KI-Training deaktivieren?
✅ Das Deaktivieren des KI-Trainings in ChatGPT schützt sensible Daten, geistiges Eigentum und Privatsphäre. Ohne diese Einstellung fließen deine Eingaben – ob Geschäftsstrategien, kreative Ideen oder interne Dokumente – in OpenAIs KI-Trainingsdaten ein.
✅ Selbst wenn persönliche Informationen gefiltert werden, können Inhalte wie Konzepte oder Analysen später in KI-Antworten auftauchen und Wettbewerbsvorteile oder Urheberrechte gefährden.
✅ Für Unternehmen bedeutet das ein Compliance-Risiko: Vertrauliche Daten (zum Beispiel Kundeninformationen) dürfen laut DSGVO nicht unkontrolliert verarbeitet werden. Auch privat ist Vorsicht geboten, denn persönliche Themen oder unfertige Werke sollten nicht in globalen Datensätzen landen.
✅ Hinzu kommt: Einmal geteilt, lassen sich Daten nicht zurückholen. Selbst „anonymisierte“ Inhalte können Rückschlüsse zulassen. Wer ChatGPT beruflich ohne Datenschutz-Vorkehrungen nutzt, riskiert somit Datenlecks, Abmahnungen oder Ideenklau.
✅ Die Deaktivierung kostet nur Sekunden, verhindert aber langfristige Probleme. Besonders kritisch ist dies für Freelancer, StartUps und Entwickler, deren Arbeit auf Einzigartigkeit beruht.
FAQ: Weitere wichtige Fragen und Antworten
Du hast noch offene Fragen? Möchtest du noch mehr Informationen haben? Diese Liste mit „Frequently Asked Questions (FAQ)“ zum Thema „ChatGPT-Datentraining“ liefert dir kurz und schnell neue Fakten.
Wie lange speichert ChatGPT deine Daten?
OpenAI behält Konversationen standardmäßig für 30 Tage, unter anderem aus rechtlichen Gründen – sagt das Unternehmen. In der kostenlosen Version können Daten darüber hinaus für das KI-Training genutzt werden, während Team- und Enterprise-Versionen darauf verzichten.
Was bewirkt die Deaktivierung des KI-Trainings?
Ab dem Zeitpunkt der Deaktivierung wird deine Kommunikation mit ChatGPT nicht mehr für das KI-Training verwendet. Bereits gespeicherte Daten bleiben jedoch bis zu 30 Tage in OpenAIs Systemen.
Muss mein Unternehmen das KI-Training deaktivieren?
Ja, besser ist das. Als Pflicht gilt das, wenn du sensible oder personenbezogene Daten verarbeitest. Trotz dieser Einstellung solltest du dich immer an die „KI No-Gos“ halten. Dazu zählt, dass du ChatGPT niemals sensible oder geheime Informationen anvertrauen darfst!
Überträgt sich die Deaktivierung auf die mobile App?
Ja, die Einstellung gilt für alle Geräte, sofern du mit demselben Konto angemeldet bist. Achte darauf, dass du überall die gleiche Version verwendest.
Kann OpenAI trotzdem auf meine Daten zugreifen?
Ja! OpenAI darf aus technischen Gründen auf deine Chats und Daten zugreifen, beispielsweise für Support- oder Sicherheitsprüfungen. Mit deaktiviertem Training werden deine Informationen jedoch nicht für die Verbesserung der Modelle genutzt.
Werden meine Daten auch nach der Deaktivierung noch analysiert?
Ja. OpenAI kann Daten weiterhin für interne Zwecke wie Missbrauchsbekämpfung prüfen. Sie fließen aber, wie schon gesagt, nicht mehr in die Verbesserung der KI-Modelle ein.
Kann man ChatGPT-Chats löschen?
Ja, du kannst alle deine Chats entfernen – entweder einzeln oder den gesamten ChatGPT-Chatverlauf. Das löscht dann auch die KI-generierten Bilder in der Bibliothek. Doch: Die Daten, die auf den OpenAI-Servern gelandet sind, verschwinden damit nicht!
Gibt es KI-Alternativen ohne Datentraining?
Ja, Dienste wie LeChat speichern in der Regel keine Nutzerdaten für das Training. Auch lokal installierte KI-Lösungen bieten mehr Datenschutz für vertrauliche Projekte.
Fazit
ChatGPT lässt sich so einstellen, dass deine Inhalte nicht für KI-Trainingszwecke verwendet werden. In der kostenlosen Version ist das leider (noch) nicht möglich – hier hilft nur Zurückhaltung bei sensiblen Themen. Oder der Wechsel auf ein Premium-Modell, das auch viel mehr Features bietet.
👆 Du möchtest den ChatGPT-Datenschutz weiter verbessern? Dann solltest du die Memory-Funktion deaktivieren, häufig den Provisorischen Chat nutzen, die „Hintergrundgespräche“-Funktion abschalten und regelmäßig den Chatverlauf löschen.
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Jürgen aka „KI Känguru“ liebt ChatGPT und andere KI-Tools. Deshalb hilft er Einsteigern gerne mit praktischen Tipps, indem er Ratgeber schreibt und Schulungen gibt. Außerdem arbeitet Jürgen als Marketing-Experte und Fachautor für Digitalisierung & Gründerbusiness.
