Willst du mal schnell ein Bild nachbearbeiten? Das geht ganz einfach, denn Photoshop ist nun direkt in ChatGPT integriert. Zumindest teilweise.
Übersicht
Bildbearbeitung in ChatGPT – dank Adobe-Power
ChatGPT erhält jede Woche neue Funktionen. Eine ganz besondere basiert auf der ganz frischen Kooperation zwischen OpenAI und Adobe. Denn jetzt kannst du Photoshop, Adobe Express und Acrobat direkt in ChatGPT verwenden. Vollumfänglich? Nein, natürlich nicht.
Aber es ist dir nun unter anderem möglich, Einladungskarten zu gestalten und Fotos zu verändern – und das alles ganz einfach mit speziellen Prompts und Schiebereglern direkt in dem KI-Tool. Wie das geht und worauf du unbedingt achten musst, erfährst du hier.
Wie startet man Photoshop in ChatGPT?
Das ist ganz simpel. Gehe folgendermaßen vor:
➡ Öffne in ChatGPT einen neuen Chat
➡ Gib das „@“-Zeichen ein
➡ Sofort siehst du eine Auswahl an Adobe-Programmen
➡ Wähle zum Beispiel „Adobe Photoshop“ aus
➡ Es erscheint ein Popup, das dich auf eine Verknüpfung hinweist
➡ Stimme der Verknüpfung zwischen ChatGPT und Photoshop zu
➡ Lade ein Bild über das Plus-Symbol hoch
➡ Gib per Prompt an, wie Photoshop das Bild verändern soll
➡ In wenigen Sekunden erhältst du das Ergebnis
➡ Das Ergebnis kannst du mit weiteren Prompts anpassen
➡ Oder du klickst rechts oben auf das Schieberegler-Icon
➡ Nimm die gewünschten Veränderungen vor
Was Photoshop in ChatGPT kann – und was nicht
Mit der Photoshop-Integration kannst du im Handumdrehen deine hochgeladenen Bilder aufwerten. Das sind die wichtigsten Funktionen:
✅ Mache den Hintergrund unscharf oder entferne ihn komplett
✅ Justiere Helligkeit, Kontrast oder die Lebendigkeit der Farben
✅ Wende Effekte wie einen Retro-Filter an
✅ Hebe Bereiche oder Personen hervor
Diese Funktionen sind toll und sorgen für schicke Ergebnisse. Doch leider war es das derzeit auch schon. Das heißt:
🛑 Du kannst keine einzelnen Elemente entfernen
🛑 Auch das Hinzufügen von Elementen ist nicht möglich
🛑 Es fehlt die Photoshop-typische Werkzeugleiste
🛑 Ebenen oder andere Features vermisst man ebenso
Das heißt: Mit der Photoshop-Integration in ChatGPT lassen sich nur einfache Bildbearbeitungen durchführen, keine komplizierten Veränderungen des Originals!
10 kreative Prompts für Adobe Photoshop in ChatGPT
Trotz der Einschränkungen kannst du mit der Photoshop-Integration in ChatGPT ein paar schöne „Manipulationen“ vornehmen. Hier ein paar Prompt-Beispiele:
👉 „Wende einen Retro-Comic-Look auf das Bild an und erhöhe die Wirkung der Konturen.“
👉 „Selektiere den Hintergrund und wende einen starken Bokeh-Blur an, damit die Person hervorsteht.“
👉 „Gib dem Bild einen filmischen Look mit Grain und leichtem Bloom-Glow.“
👉 „Erstelle einen dramatischen Schwarz-Weiß-Look und erhöhe den Kontrast in den Highlights.“
👉 „Zeige die Regler für Weißabgleich und Belichtung, damit ich das Licht anpassen kann.“
👉 „Füge einen dezenten Glitch-Effekt hinzu, um einen futuristischen Stil zu erzeugen.“
👉 „Verstärke die Farben der Kleidung, ohne den Hautton zu stark zu verändern.“
👉 „Erzeuge einen Vintage-Print-Look durch Halftone Color und Tritone-Effekte.“
👉 „Wähle den Hintergrund aus. Reduziere die Sättigung leicht, um die Person stärker hervorzuheben.“
👉 „Erstelle einen dramatischen Bewegungs-Look, indem du Motion Blur auf den Hintergrund anwendest.“
Weitere Tipps für das „ChatGPT-Photoshop“
➡ Beschreibe so genau wie möglich, was du erreichen möchtest
➡ Sag, was du NICHT willst, um unerwünschte Ergebnisse auszuschließen
➡ Zerlege komplexe Anfragen in mehrere kleine Schritte und Prompts
Wichtig: Beachte den Datenschutz!
Das neue Feature ist klasse. Doch denke dabei auch immer an den Datenschutz. Das bedeutet:
🔻 Wenn du die Adobe-Apps mit ChatGPT verbindest, werden bestimmte Daten geteilt
🔻 Dazu gehören Informationen wie deine IP-Adresse und dein ungefährer Standort
🔻 Auch Daten aus deinem ChatGPT-Konto, einschließlich Gesprächsinhalte erhält Adobe
🔻 Lade keine sensiblen Inhalte hoch, beispielsweise Nackt- oder Kinderbilder
🔻 Führe keine Bildbearbeitungen durch, die gegen die ChatGPT-Regeln verstoßen
🔻 Vertraue der KI keine persönlichen oder geheimen Informationen an
Fazit
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Bilder: OpenAI, Adobe

Jürgen aka „KI Känguru“ liebt ChatGPT und andere KI-Tools. Deshalb hilft er Einsteigern gerne mit praktischen Tipps, indem er Ratgeber schreibt und Schulungen gibt. Außerdem arbeitet Jürgen als Marketing-Experte und Fachautor für Digitalisierung & Gründerbusiness.



