Mit der KI von Suno kann man ganz schnell und einfach tolle Songs kreieren. Doch du solltest unbedingt die harte Wahrheit über deine Rechte kennen!
Übersicht
Lade nicht unüberlegt Musikstücke hoch!
Ja, Suno AI – kurz: Suno – ist genial. Es lassen sich damit im Handumdrehen und mit simplen Suno-Prompts erstaunliche Musikstücke erschaffen. Noch besser werden deine Ergebnisse, wenn du eigene Audio-Files verwendest.
Du hast also eine geniale Melodie oder eine eigene Gesangsspur? Du willst diese bei Suno hochladen, um das perfekte, KI-generierte Stück zu kreieren? Halt! Bevor du den Upload-Button drückst, musst du die unwiderruflichen Konsequenzen verstehen, die dieses Material begleiten.
Denn du gibst dein geistiges Eigentum ab. Es verschwindet in der Künstlichen Intelligenz – mit weitreichenden Folgen. Beachte also die rechtlichen Fallstricke, die drohen, sobald deine Audios („Submissions“ bezeichnet) Suno erreichen.
Das ultimative Zugeständnis: Deine Musik gehört der KI
Der vielleicht krasseste Punkt ist der juristische Freifahrtschein, den du Suno mit jedem Upload erteilst.
Wenn du Inhalte („Submissions“ und „Output“, zusammenfassend „Content“ genannt) in den Service einbringst, gewährst du Suno eine unwiderrufliche, unbefristete, weltweite, voll bezahlte, unterlizenzierbare und abtretbare, lizenzfreie Lizenz. So steht es in den “Terms of Service” (Stand: November 2025).
Diese Lizenz ist ein Schlag ins Gesicht für jeden, der seine Rechte schützen will. Denn Suno AI darf deinen Content verwenden, um:
➡ ihn zu reproduzieren, zu speichern und Derivate davon zu erstellen.
➡ ihn zu monetarisieren und zu bewerben.
➡ die Künstliche Intelligenz zu trainieren und zu verbessern.
Du verzichtest außerdem unwiderruflich auf alle sogenannten „Moral Rights“ oder „Droit Moral“ in Bezug auf den Content. Kurz gesagt: Sobald dein Material hochgeladen ist, gehört es unwiderruflich dem Ökosystem der Künstlichen Intelligenz.
Die Eigentums-Falle: Wenn der Output Suno gehört
Die Rechte an deinem generierten Song (dem „Output“) sind ein Minenfeld, das stark davon abhängt, ob du für den Service bezahlst oder nicht.
Nutzt du den kostenlosen Basic-Tarif, bedeutet das:
🛑 Suno erhält das Eigentum an allen generierten Songs.
🛑 Du darfst diese Songs nur für nicht-kommerzielle Zwecke verwenden.
🛑 Wenn du ein Abo abschließt, bekommst du keine rückwirkende kommerzielle Lizenz.
Das gilt, wenn du ein Pro- oder Premier-Abonnement hast:
✅ Nur wenn du das Material während eines Abos erstellst, gehören die Songs dir.
✅ Erst dann erhältst du die Lizenz zur kommerziellen Nutzung.
✅ Diese Freigabe brauchst du für die Veröffentlichung auf Spotify oder Apple Music.
✅ Dann darfst du die Songs auch auf einem monetarisierten YouTube-Kanal verwenden.
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Der Monetarisierungs-Albtraum: Du musst 100% besitzen
Selbst wenn du für Suno AI zahlst und der Output dir gehört, droht dir unter Umständen eine katastrophale rechtliche Konsequenz. Nämlich wenn dein hochgeladenes Material (oder deine Eingabe) nicht zu 100% dir gehört.
Anders ausgedrückt:
🔷 Wenn du versuchst, Musik zu monetarisieren, musst du ausschließlich der Rechteinhaber des gesamten Materials sein.
🔷 Wenn du beispielsweise fremde Texte in deinen Input gibst, obwohl du nicht alle Rechte besitzt, spielst du mit dem Feuer.
🔷 Die möglichen Folgen bei einem Verstoß: Dein YouTube-Kanal könnte gesperrt werden, …
🔷 … und die Musikvertriebe setzt deine Veröffentlichungen auf eine schwarze Liste.
Das Copyright-Vakuum: Die Illusion des Schutzes
Selbst wenn du alles richtig machst und einen bezahlten Suno-Tarif hast, kann es sein, dass dein generierter Song völlig ungeschützt bleibt.
👆 Denn: In den USA schützen beispielsweise Urheberrechtsgesetze das Material, das von einem Menschen geschaffen wurde. Musik, die zu 100% mit KI erstellt wurde, qualifiziert sich möglicherweise nicht für den Urheberrechtsschutz. Denn das Schreiben eines Prompts gilt nicht als Schöpfung des Songs. Suno weist explizit darauf hin, dass sie keine Zusicherung oder Garantie geben, dass dir für den Output ein Urheberrecht zusteht.
👆 Der einzige Lichtblick: Wenn du die Texte selbst geschrieben hast, besitzt du diese. Dies könnte in manchen Regionen dazu führen, dass der gesamte Song als schutzwürdig anerkannt wird – wobei Suno als „Instrument“ zur Erstellung gilt. Aber dieser Schutz ist keine Garantie und variiert stark je nach Region.
Fazit
Du siehst: Wenn du in Suno AI leichtfertig Songs hochlädst, riskierst du nicht nur, deine Rechte dauerhaft an Suno abzutreten. Du riskierst auch die Blacklist der Musikindustrie.
Willst du mit deiner KI-generierten Musik Geld verdienen, musst du auf jeden Fall ein Bezahl-Abo bei Suno abschließen. Zudem solltest du die Nutzungsvereinbarungen und das “Kleingedruckte” genau studieren. Am besten fragst du einen Anwalt für Medienrecht, wenn du konkrete Aussagen haben möchtest.
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Bild: Freepik

Jürgen aka „KI Känguru“ liebt ChatGPT und andere KI-Tools. Deshalb hilft er Einsteigern gerne mit praktischen Tipps, indem er Ratgeber schreibt und Schulungen gibt. Außerdem arbeitet Jürgen als Marketing-Experte und Fachautor für Digitalisierung & Gründerbusiness.