LLMS.txt Datei (Bild: Freepik)

Brauchst du eine KI-optimierte “llms.txt”-Datei für deine Website?

Eine spezielle Datei namens „llms.txt” soll dafür sorgen, das Website-Inhalte besser von KI-Suchmaschinen gefunden werden. Stimmt das?

Der Hype um die “llms.txt”

Mit ChatGPT ist OpenAI ein ganz besonderer Meilenstein gelungen. Nein, hier ist nicht die Rede davon, dass das KI-Tool innerhalb kürzester Zeit von Hunderten Millionen Menschen genutzt wurde und mittlerweile in aller Munde ist. Sondern: ChatGPT avancierte zur zweitgrößten Suchmaschine der Welt.

Kein Wunder: Künstliche Intelligenz durchforstet für immer mehr Antworten das Internet und setzt aus den Informationen smart klingende Ergebnisse zusammen. Verständlich, dass nun viele Website-Betreiber bestrebt sind, dass ihre Inhalte bei ChatGPT und ähnlichen KI-Anwendungen erwähnt und verlinkt werden.

Willst du das auch?

Seit 2024 geistert die Behauptung durchs World Wide Web, dass du eine spezielle Datei namens „llms.txt“ erstellen und auf deinem Webspace ablegen musst. Der Inhalt dieser Datei wird angeblich von KI-Suchmaschinen wie Gemini, Copilot, Claude, Perplexity und ChatGPT ausgelesen. Es soll so für ein besseres Ranking deiner Website sorgen. Dementsprechend sei die Datei wichtig für die Search Engine Optimization (SEO), heißt es. Wie viel Wahrheit steckt hinter der Behauptung?

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Was bringt die “llms.txt”?

Nichts. Egal, was dir manche KI- und SEO-Gurus erzählen möchten: Die „llms.txt“ hat keinerlei messbare positive Auswirkungen auf die Nennung und Verlinkung deiner Website-Inhalte bei ChatGPT & Co.!

Das bedeutet, die „llms.txt“ ist kein Geniestreich der SEO-Geschichte. Sie ist ein Rohrkrepierer! Ein technisches Placebo, das dir Sichtbarkeit verspricht, aber in Wahrheit in den dunklen Ecken deines Servers vor sich hin verschimmelt, ohne dass auch nur ein einziger relevanter Bot danach fragt.

Weshalb? Hier ein paar Fakten:

🛑 Die meisten Websites haben keine „llms.txt“, werden aber trotzdem von KIs zitiert.

🛑 Verschiedene Analysen zeigen, dass KI-Suchmaschinen die Textdatei gar nicht lesen können.

🛑 Eine Studie von Otterly.AI belegt das: Nur 0,1% der KI-Bots greifen auf die „llms.txt“ zu.

🛑 KI-Hersteller wie Google oder Anthropic sagen ganz klar: Wir nutzen diese Datei nicht.

Wie kam es zu der “llms.txt”-Empfehlung?

Der Erfinder von „llms.txt“ ist Jeremy Howard. Er veröffentlichte seine Idee im Jahr 2024. Demnach können KI-Systeme zwar große Mengen an Webinhalten verarbeiten, verlieren sich aber leicht im technischen Unterbau.

Eine spezielle Datei könnte KI-Suchmaschinen dabei helfen, die relevanten Informationen einer Website zu finden. So wurde die „llms.txt“ geboren. Sie sollte sauber strukturierten Markdown-Code enthalten und in einem speziellen Pfad liegen.

Die Idee wurde aufgegriffen und als ultimativer KI-SEO-Geheimtipp im Internet verbreitet. Ohne Beweise, ohne belastbare Hintergründe. Leider hält sich bis heute die Vorstellung, die „llms.txt“ sei eine Wunderwaffe.

Fazit

Eine „llms.txt“ für deine Website anzulegen, ist aktuell reine Zeitverschwendung! Investiere deine Zeit und Energie stattdessen in andere, sinnvollere KI-SEO-Maßnahmen, um deine Inhalte für Suchmaschinen und KI-Anwendungen attraktiver zu machen. Zum Beispiel in einzigartige, relevante Inhalte und Backlinks von anderen Websites.


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Bildquellen: Freepik, OpenAI // Hinweis: Die Bilder auf dieser Website sind teilweise mit KI generiert.

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