Es ist nun offiziell: ChatGPT wird bald Werbung in seinen Chats zeigen. Wie kannst du die Anzeigen deaktivieren? Nutze diese Tipps.
Übersicht
ChatGPT Ads: Die Hintergründe
Was sich seit einiger Zeit abzeichnete, wird nun Realität: OpenAI, der Entwickler und Betreiber von ChatGPT, will Werbeeinblendungen in seinem KI-Tool einspielen. Dieser Schritt ist nachvollziehbar, denn der Betrieb und die Weiterentwicklung von ChatGPT kostet mehrere Milliarden Dollar – pro Monat!
Obwohl es mittlerweile zahlreiche Investoren gibt, die gigantische Summen in OpenAI gesteckt haben, reicht das Geld nicht aus. Zumal über 90 Prozent der ChatGPT-Nutzer das KI-Tools kostenlos verwenden, also kein kostenpflichtiges Premium-Abo haben.
Somit war es nur eine Frage der Zeit, bis sich OpenAI eine alternative Finanzierungsmethode sucht. Diese scheint nun gefunden: Ads, also Werbung. Ein Modell, wie man es von sehr vielen digitalen Produkten kennt. Man denke nur an Google, Facebook, Instagram …
Wer sieht die Werbung in ChatGPT?
✅ Das Gute ist: Nicht jedem, der ChatGPT nutzt, werden die Ads angezeigt!
✅ ChatGPT bleibt (vorerst) werbefrei für alle, die ein hochwertiges Abonnement haben.
✅ Zu diesen werbefreien Abos gehören beispielsweise ChatGPT Plus, Pro und Business.
✅ Auch bei minderjährigen Personen, die in ChatGPT eingeloggt sind, gibt es ein Werbeverbot.
✅ Und bei sensiblen Themen wie Politik und Gesundheit gibt es ein Werbeverbot.
🛑 Dagegen bekommen alle, die ChatGPT kostenlos nutzen, Werbebanner angezeigt.
🛑 Hast du ein ChatGPT-Go-Abo? Auch dann wirst du die ChatGPT-Werbung sehen müssen.
Damit bewahrheitet sich einmal mehr der alte Grundsatz der digitalen Welt: „Wenn im Internet etwas umsonst ist, bist du das Produkt“. Überspitzt gesagt bedeutet das: Wenn du als Erwachsener nichts für ChatGPT bezahlst, wirst du ein „Opfer“ der Werbeindustrie.
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Anzeige:
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Ab wann gibt es ChatGPT Ads?
🔷 Ein erster Testlauf für diese Werbeeinblendungen, die zunächst unter den Antworten des Chatbots erscheinen sollen, startet in den USA.
🔷 Für Deutschland und den Rest Europas steht aktuell noch kein fester Termin fest.
🔷 Allerdings deutet der Hinweis „Dieser Plan kann Werbung enthalten“ in der deutschen Preisübersicht von ChatGPT Go bereits auf eine künftige Einführung hin.
So werden die Anzeigen in ChatGPT funktionieren
Wird ChatGPT bald mit Werbung „zugekleistert“, wie im symbolischen Aufmacherbild dieses Beitrags zu sehen ist? Nein, denn OpenAI will sich anfangs noch zurückhalten. Das bedeutet:
🔻 Anzeigen erscheinen unter den Antworten des Chatbots, nicht mitten in ihnen.
🔻 Die Ads sind klar als Werbung gekennzeichnet und somit klar ersichtlich.
🔻 Die Werbung wird nur angezeigt, wenn es ein relevantes, gesponsertes Produkt zu deiner Anfrage gibt.
🔻 Werbung beeinflusst niemals die Antworten von ChatGPT, sagt OpenAI.
🔻 Es kann sein, dass die beworbenen Produkte/Dienstleistungen in ChatGPT integriert sind.
Hier ein Screenshot, wie sich OpenAI die Werbezukunft von ChatGPT vorstellt:
Beispiele, wie sich OpenAI die Werbezukunft vorstellt:
🔻 Wenn du nach Ideen für mexikanisches Essen fragst, könnte unter der Antwort eine Anzeige für ein Lebensmittelgeschäft erscheinen.
🔻 Die Anzeigen sollen aber auch interaktiver sein: Fragst du nach einem Reiseziel, könnte dir ChatGPT passende Unterkünfte vorschlagen und mit nur einem Klick einen Chat mit den Betreibern der Ferienwohnungen oder Hotels öffnen.
Wie lassen sich die Anzeigen in ChatGPT abschalten?
Du willst keine Werbung in deinen ChatGPT-Unterhaltungen sehen? Und hast du Angst, dass zukünftig von der Werbeindustrie ausspioniert wirst? Dann hast du drei Möglichkeiten. Diese sind eigentlich ganz einfach.
Option 1: Der Premium-Weg
❎ Der direkteste und sicherste Weg, um Werbung in ChatGPT vollständig zu vermeiden, ist ein kostenpflichtiges Abonnement.
❎ Denn: OpenAI kommuniziert klar , dass alle Premium-Tarife wie Plus, Pro, Business und Enterprise werbefrei bleiben.
❎ Um einen werbefreien Zugang zu erhalten, musst du also mindestens 20 US-Dollar pro Monat ausgeben. Der günstigere Go-Tarif wird dagegen Anzeigen enthalten.
Option 2: Privatsphäre wahren
❎ Auch wenn du die kostenlose Version nutzt, bist du der neuen Werbestrategie nicht schutzlos ausgeliefert. OpenAI verspricht dir ein gewisses Maß an Kontrolle über deine Daten und deine Privatsphäre.
❎ Achte auf den ChatGPT-Datenschutz! Das heißt: Gib so wenig persönliche Daten wie möglich preis. Und tippe auch niemals vertrauliche Informationen ein!
❎ Das bedeutet zwar nicht, dass die Werbung verschwindet. Aber sie wird weniger gezielt sein und deine persönlichen Informationen bleiben besser geschützt.
Option 3: Wechsle das KI-Tool
❎ Du möchtest weder für ChatGPT bezahlen noch Werbung sehen? Dann musst du zu einer Alternative wechseln, die diese Anforderungen erfüllt.
❎ Aktuell gibt es weder bei Google Gemini noch bei Microsoft Copilot oder LeChat von Mistral diese zweifelhaften Anzeigen.
❎ Zudem kannst du überlegen, ob du ein spezielles KI-Modell auf deinem Computer oder auf einem eigenen Server betreiben möchtest. Das ist allerdings sehr aufwändig!
Fazit
Der Preis für die kostenlose Nutzung einer Künstlichen Intelligenz ist nun klar definiert – zumindest bei OpenAI. Bist du bereit, für eine fokussierte, werbefreie ChatGPT-Erfahrung zu bezahlen? Oder ist gut gemachte Werbung und die Nutzung deiner Daten ein fairer Tausch für den Zugang zu dieser mächtigen Technologie? Wie siehst du das? Hinterlasse deine Meinung hier gerne als Kommentar.
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Jürgen aka „KI Känguru“ liebt ChatGPT und andere KI-Tools. Deshalb hilft er Einsteigern gerne mit praktischen Tipps, indem er Ratgeber schreibt und Schulungen gibt. Außerdem arbeitet Jürgen als Marketing-Experte und Fachautor für Digitalisierung & Gründerbusiness.
